Die Netzwerkidee

Die Beschleunigung der Energiewende und die Erhöhung der Ressourceneffizienz ist ein zentrales Thema in unserer Gesellschaft.

Das Stromnetz der Zukunft muss denken lernen. Smart Grids - intelligente Stromnetze - unterstützen einerseits das Zusammenspiel von Energieangebot und Energienachfrage, andererseits die Integration der Erzeugung aus erneuerbaren Energien. Für das Stromnetz der Zukunft müssen neue, intelligente Technologien und Dienstleistungen entwickelt werden.

Smart Grids vernetzen Stromproduzenten stärker mit Stromkonsumenten und gelten als eine der Lösungen für den Ansturm von Energieeinspeisungen aus erneuerbaren Energiequellen in das Stromnetz. Smart Grids sollen die Energieversorgung durch das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in einem Gesamtsystem effizienter machen. Smart Grids erlauben über eine gleichmäßigere Auslastung der Netze einen effizienteren Betrieb von Kraftwerken und werden letztlich einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes liefern.

Da die Smart Grid-Technologien und -Konzepte für den Einsatz in intelligenten Stromnetzen in Zukunft national und international stark an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen werden, eröffnen sich für die Netzwerkpartner Möglichkeiten, sich am stark wachsenden nationalen und internationalen Markt zu etablieren und positionieren. Zudem werden hochqualifizierte Forschung und Entwicklung, Produktionsarbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

Das Ziel

Aufgabe des ZIM NEMO-Netzwerks ist es, Technologien und Dienstleistungen für die sich derzeit dramatisch verändernde Stromversorgung zu entwickeln und gemeinsam prototypisch umzusetzen und zu vermarkten, um damit Synergieeffekte für die Netzwerkpartner zu erschließen.

Darüber hinaus werden im Netzwerk auch neue Technologien zur Energiespeicherung und Energieeffizienzsteigerung berücksichtigt. Für die Umsetzung wurden fünf themenorientierte Arbeitskreise gebildet, über die konkrete Entwicklungsvorhaben angegangen werden.

Durch Vernetzung und Einbeziehung von weiteren Akteuren wird das Netzwerk weiter auf- und ausgebaut und steht auch für neue Partner offen.

Das Netzwerk

Das Netzwerk besteht aus meist mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem breiten Umfeld der Energiebranche. Die Akteure verfügen u.a. über Erfahrungen im Bereich von Energieerzeugung, -verteilung, -speicherung, Netzmanagement und Leittechnik, Energieoptimierung und -effizienzsteigerung, IuK- und Kommunikationstechnologien, IT-Lösungen und IT-Sicherheit sowie betriebs- und volkswirtschaftliche Auslegungen. 

Das Thema Elektromobilität in Verbindung mit intelligenten Stromnetzen wird in diesem Netzwerk ebenso berücksichtigt; eine Schnittstelle zum Netzwerk e-mobility, das ebenfalls von der EurA Consult GmbH gemanagt wird, ist vorhanden.

Das auf Initiative der Ellwanger EurA Consult GmbH neu gegründete Netzwerk "SmartGrids - Technologien für dezentrale intelligente Stromversorgung" wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

 

Neue EEG-Novelle

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen neuen EEG-Entwurf veröffentlicht. Es werden etwa Freiflächenausschreibungen für PV-Freiflächenanlagen in das EEG überführt, während die Ausschreibungsmenge bei der Onshore-Windenergie jährlich neu berechnet werden soll. Seitens der Verbände kommt heftige Kritik. Man befürchtet, der Energiewende eher einen Stein in den Weg zu legen, als sie zu beflügeln. Dennoch will die Regierung den Referentenentwurf noch vor der Sommerpause verabschieden.

Studientipp II

Der neuen VDE-Studie ?Schutz- und Automatisierungstechnik in aktiven Verteilnetzen? zufolge kann der Umbau der Stromverteilnetze in ?aktive Verteilnetze? den wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen der Energiewende entgegenwirken. Zudem gilt die Studie u.a. als Leitfaden für die Bewertung von Lösungskonzepten.

Investitionsrekord

Stolze 286 Mrd. Dollar flossen 2015 weltweit in die erneuerbaren Energien ? das ist doppelt so viel wie in Kohle und Gas. Bemerkenswert ist auch, dass die Hälfte der Investitionen in den aufstrebenden Ländern wie China, Chile, Brasilien, Indien und Südafrika getätigt wurde. Die Zahlen stammen aus einem Bericht des UNEP Centre an der Frankfurt School of Finance and Management.

Weniger Geld für Wind und Biomasse

Zum 1. April wurden die Fördersätze für Windenergie um 1,2 Prozent gekürzt. Auch die Biomasse muss mit 0,5 Prozent weniger auskommen. Die Fördersätze werden laut EEG quartalsweise angepasst. Liegt der Zubau der Windenergie zwischen 2,4 und 2,6 GW (gesetzlicher Korridor), werden die Vergütungssätze 0,4 Prozent pro Quartal gesenkt.