4. EnergieSymposium am 18.10.2017 in Aachen

Energie ist die Existenzgrundlage einer modernen Industriegesellschaft, der sie einen ständig wachsenden Lebensstandard ermöglicht. Um die Energieversorgung einer wachsenden Bevölkerung mit zunehmenden Ansprüchen garantieren und zukünftig ganz auf Erneuerbare Energien umstellen zu können, d. h. auf fossile und nukleare Rohstoffe zu verzichten, müssen bestehende Technologien effizienter gemacht und neue, innovative Technologien entwickelt werden.

Das EnergieSymposium bietet Ihnen die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum Aufbau von Kontakten und Kooperationen mit internationalen Referenten und Entscheidungsträgern. 

 

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Die Netzwerkidee

Die Beschleunigung der Energiewende und die Erhöhung der Ressourceneffizienz ist ein zentrales Thema in unserer Gesellschaft.

Das Stromnetz der Zukunft muss denken lernen. Smart Grids - intelligente Stromnetze - unterstützen einerseits das Zusammenspiel von Energieangebot und Energienachfrage, andererseits die Integration der Erzeugung aus erneuerbaren Energien. Für das Stromnetz der Zukunft müssen neue, intelligente Technologien und Dienstleistungen entwickelt werden.

Smart Grids vernetzen Stromproduzenten stärker mit Stromkonsumenten und gelten als eine der Lösungen für den Ansturm von Energieeinspeisungen aus erneuerbaren Energiequellen in das Stromnetz. Smart Grids sollen die Energieversorgung durch das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in einem Gesamtsystem effizienter machen. Smart Grids erlauben über eine gleichmäßigere Auslastung der Netze einen effizienteren Betrieb von Kraftwerken und werden letztlich einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes liefern.

Da die Smart Grid-Technologien und -Konzepte für den Einsatz in intelligenten Stromnetzen in Zukunft national und international stark an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen werden, eröffnen sich für die Netzwerkpartner Möglichkeiten, sich am stark wachsenden nationalen und internationalen Markt zu etablieren und positionieren. Zudem werden hochqualifizierte Forschung und Entwicklung, Produktionsarbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

Das Ziel

Aufgabe des ZIM NEMO-Netzwerks ist es, Technologien und Dienstleistungen für die sich derzeit dramatisch verändernde Stromversorgung zu entwickeln und gemeinsam prototypisch umzusetzen und zu vermarkten, um damit Synergieeffekte für die Netzwerkpartner zu erschließen.

Darüber hinaus werden im Netzwerk auch neue Technologien zur Energiespeicherung und Energieeffizienzsteigerung berücksichtigt. Für die Umsetzung wurden fünf themenorientierte Arbeitskreise gebildet, über die konkrete Entwicklungsvorhaben angegangen werden.

Durch Vernetzung und Einbeziehung von weiteren Akteuren wird das Netzwerk weiter auf- und ausgebaut und steht auch für neue Partner offen.

Das Netzwerk

Das Netzwerk besteht aus meist mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem breiten Umfeld der Energiebranche. Die Akteure verfügen u.a. über Erfahrungen im Bereich von Energieerzeugung, -verteilung, -speicherung, Netzmanagement und Leittechnik, Energieoptimierung und -effizienzsteigerung, IuK- und Kommunikationstechnologien, IT-Lösungen und IT-Sicherheit sowie betriebs- und volkswirtschaftliche Auslegungen. 

Das Thema Elektromobilität in Verbindung mit intelligenten Stromnetzen wird in diesem Netzwerk ebenso berücksichtigt; eine Schnittstelle zum Netzwerk e-mobility, das ebenfalls von der EurA Consult GmbH gemanagt wird, ist vorhanden.

Das auf Initiative der Ellwanger EurA Consult GmbH neu gegründete Netzwerk "SmartGrids - Technologien für dezentrale intelligente Stromversorgung" wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

 

Letzte Änderungen an den Energie-Gesetzen hat der Bundestag kurz vor dem Jahreswechsel vorgenommen

Die Neuregelungen betreffen sowohl das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz als auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und treten mit dem Jahr 2017 in Kraft. So sollen u.a. künftig die EEG-Umlage bei Mieterstrom-Modellen anteilig erhoben und Stromspeicher nicht mehr doppelt mit EEG-Umlage und Abgaben belastet werden. Offshore-Windkraftanlagen dürfen künftig 25 statt bisher 20 Jahre betrieben werden. Erneuerbaren Energien sollen Vorrang vor fossilen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen haben ? was besonders den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) freut. Bedenken äußert hingegen der BWE: Der Windverband fürchtet, die Festlegung von Netzausbaugebieten könnte die eigentlich erwünschte Sektorkopplung über Jahre blockieren.

Netzausbau bleibt im Fokus

Im Monitoringbericht der Bundesnetzagentur prognostiziert die Regulierungsbehörde einen Investitionsbedarf von 9,3 Mrd. Euro für die nächsten zehn Jahre. Zuvor lag die Schätzung bei 6,6 Mrd. Euro. Aufgrund der neuen Anreizregulierungsverordnung muss diese Erhöhung inhaltlich nicht mehr begründet werden. Die Regierung habe ihre wichtigste Kontrollmöglichkeit aus der Hand gegeben, kritisieren Verbraucherzentralen.

Energiewende im Widerspruch

Das Bundeskabinett hat gestern den 5. Monitoringbericht Energiewende beschlossen. Demnach waren die Erneuerbaren 2015 mit einem Anteil von 31,6 Prozent am Bruttostromverbrauch die wichtigste Stromquelle. Die Treibhausgas-Emissionen sind im vergangenen Jahr dagegen leicht angestiegen. Wirtschaftsminister Gabriel sieht das Land dennoch "auf Zielkurs". Allerdings bewertet die von der Regierung selbst eingesetzte Expertenkommission die Lage völlig anders: Die Klimaschutzziele würden "mit großer Sicherheit verfehlt" und es würden sich "weitere Kostensteigerungen" abzeichnen. Die Experten um den Münsteraner Spezialisten für Energie- und Ressourcenökonomie, Andreas Löschel, fordern nicht weniger als einen kompletten "Systemwechsel" und eine Abschaffung der "aktuell existierenden, komplexen Fördermechanismen". So geht die Energiewende mit vielen Fragezeichen in die Weihnachtspause.

Insgesamt 230.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze sollen in Deutschland bis 2030 im Bereich der Erneuerbaren entstehen

Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums wird die Energiewende zum Jobmotor und schafft mehr Jobs als bei der fossilen Stromerzeugung verloren gehen. Wenn man's denn richtig angeht

Downloadtipp: Strommix ? Bundesländer im Vergleich

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat ihren aktuellen Energiewende-Bericht ?Bundesländer mit neuer Energie ? Statusreport Föderal Erneuerbar 2016/17? veröffentlicht, der einen Überblick zur Entwicklung der Energiewende in den einzelnen Bundesländern verschafft. So liegt Mecklenburg-Vorpommern z.B. bei der Generierung von Energie aus Erneuerbaren und auch bei der Windstromproduktion vorn. Fast 36 Prozent des Stromverbrauchs werden dort mit Windkraft gedeckt.